Rennsport international: Polo-Cup an der holländischen Küste

28 Renn-Polo, sieben Nationen, zwei schnelle Damen: Das siebte Rennen zum ADAC Volkswagen Polo Cup im niederländischen Zandvoort verspricht erstklassigen Sport, viel Abwechslung und eine eindrucksvolle Kulisse.

Gleich vier Fahrer kämpfen um die Spitze in der Gesamtwertung, dazu messen sich vier Gastfahrer mit den 24 ausgesuchten Talenten der „Tourenwagen-Schule“. Mit Sheila Verschuur aus Nijmegen (Niederlande) wird eine zweite junge Dame vor etwa 80.000 erwarteten Besuchern dabei sein und gemeinsam mit Marleen Seilheimer aus Mettenheim gegen die starke männliche Konkurrenz antreten.

„Ein tolles Starterfeld, eine knappe Gesamtwertung und eine einzigartige Strecke – das sind beste Zutaten für ein spannendes Rennwochenende. Der Kurs von Zandvoort wirkt malerisch, ist allerdings höchst anspruchsvoll, gerade für unsere jungen Nachwuchsfahrer. Die vielen unterschiedlichen Kurven sind eine echte Herausforderung und verlangen eine sehr präzise Linienwahl“, erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen.

Sechs Rennen, vier verschiedene Sieger: Constantin Dressler aus Göttingen, der Norweger Stian Paulsen, Andreas Simonsen aus Schweden und Andreas Pfister aus dem bayrischen Obersfeld machten alle bisherigen Saisonrennen unter sich aus und bilden die enge Spitze in der Gesamtwertung. Die Siegerliste könnte in Zandvoort noch länger werden: Fahrer wie Shane Williams (Südafrika), Niclas Olsson (Schweden) oder Alexander Rambow (Zehdenick) verpassten ihren ersten Triumph bislang nur knapp. Mit besonderer Motivation geht auch der 19 Jahre alte Laurent Calkoen an den Start: Der gebürtige Südafrikaner, der auch die niederländische Staatsangehörigkeit besitzt, lebt und studiert in Den Haag und erlebt somit sein Heimrennen. Calkoen fährt mit weiblicher Unterstützung: Seine zwei Jahre ältere Schwester Claudine analysiert seine Fahr-Daten, arbeitet an der Abstimmung seines Renn-Polo und zeigt ihm während der Trainings und Rennen die Rundenzeiten an – im Motorsport sonst eine typische Männerrolle.

Zusätzlich am Start: Oranje & Danish Dynamite

Die festen Polo-Cup-Teilnehmer erwarten zusätzliche Konkurrenz: Für „Oranje“ die niederländischen Gaststarter Sheila Verschuur, sonst im Seat Supercopa unterwegs, und Rob Kamphues, im Hauptberuf TV-Sprecher und Kabarettist. Außerdem dabei: Als „Danish Dynamite“ im Doppelpack treten mit Jacob Ludvigsen und Jørn Vestergaard die beiden Spitzenreiter des dänischen Polo-Cup zum Vergleich an. „Das Austausch-Programm ist eine tolle Gelegenheit, viele neue Leute, einen anderen Renn-Polo und eine legendäre Strecke kennen zu lernen“, so der 25 Jahre alte Ludvigsen. Vestergaard ergänzt: „In Dänemark fahren wir einen sehr ähnlichen Polo, der allerdings einen Turbomotor mit 30 PS mehr Leistung besitzt. Ich bin gespannt, ob sich die beiden Autos deutlich unterscheiden – Spaß machen bestimmt beide.“
ADAC Volkswagen Polo Cup: Die „Tourenwagen-Schule“

Der ADAC Volkswagen Polo Cup zählt zu den populärsten Markenpokal-Rennserien und genießt zudem den Ruf, als „Tourenwagen-Schule“ einen idealen Einstieg in den professionellen Rennsport zu bieten. Basis der erstmals 1998 ausgetragenen Rennserie – seinerzeit noch mit dem VW Lupo – ist ein einzigartiges Reglement, das höchste Chancengleichheit bei überschaubaren Kosten für alle Teilnehmer bietet. 16 bis 24 Jahre beträgt das Einstiegsalter der Teilnehmer, die sich über einen Sichtungs- und einen Qualifikations-Lehrgang für den Einstieg qualifizieren müssen. Talent statt Geld entscheidet im Polo-Cup über den Erfolg. Ausgetragen wird diese Nachwuchs-Meisterschaft mit technisch identischen Renn-Polo, die von einem seriennahen 150 PS starken FSI-Vierzylinder-Motor mit 2,0 Litern Hubraum angetrieben und unter den Fahrern getauscht werden. In der Saison 2007 umfasst der Polo-Cup zehn Rennen an acht DTM-Wochenenden. Für das „Schuljahr 2008“ sichten ADAC und Volkswagen schon bald neue Talente. Anmelde-Unterlagen sind auf www.volkswagen-motorsport.com abrufbar.

Punktestand Fahrer-Wertung nach sechs von zehn Rennen
1. Constantin Dressler (Göttingen), 223 Punkte; 2. Stian Paulsen (Norwegen), 221; 3. Andreas Simonsen (Schweden), 209; 4. Andreas Pfister (Obersfeld), 195; 5. Marleen Seilheimer (Mettenheim), 120; 6. Shane Williams (Südafrika), 111; 7. Alexander Rambow (Zehdenick), 106; 8. Niclas Olsson (Schweden) und Laurent Calkoen (Südafrika), je 96; 10. Sebastian Voges (Beckum), 94; 11. Stefan Kolb (Karlsruhe), 85; 12. Nico Bastian (Hemsbach), 84; 13. Elia Erhart (Röttenbach), 73; 14. Felipe Fernández Laser (Uelzen), 66; 15. Darius Röhling (Wiesbaden), 63; 16. Malte Sandmeyer (Oberndorf) und Jaro Bapp (Friolzheim), je 60; 18. Bastian Graber (Niddatal), 58; 19. Michael Schöch (Österreich), 56; 20. Heiko Gerth (Niedernwöhren), 51; 21. Tim Kuhlmann (Mülheim/Ruhr) und Thomas Kern (Füssen), je 40; 23. Markus Kern (Füssen), 32; 24. Julian Nager (Langenbach), 17.

Punktestand Rookie-Wertung nach sechs von zehn Rennen
1. Stefan Kolb, 212 Punkte; 2. Darius Röhling und Elia Erhart, je 166; 4. Felipe Fernández Laser, 158; 5. Bastian Graber, 154; 6. Jaro Bapp, 150; 7. Malte Sandmeyer, 141; 8. Thomas Kern, 139; 9. Heiko Gerth, 128; 10. Tim Kuhlmann, 88; 11. Markus Kern, 83; 12. Julian Nager, 66.